Extrem Engagiert
Kompetenzprogramm junger Muslime

Ansatz


Warum?

Extremistische Ideologien und vor allem der Neo-Salafismus konnten sich in den letzten Jahren rasant verbreiten. Mit Hilfe des Internets und der sozialen Medien sind radikale Akteur/-innen in der Lage, auf eine schnelle und kostenfreie Weise, Jugendliche bundesweit unkontrolliert zu beeinflussen. Diskriminierungserfahrung, Identitätskonflikte oder Orientierungslosigkeit begünstigen dieses zusätzlich. Das wiederrum fördert den anti-muslimischen Rassismus, weil sich religiös begründeter Extremismus und Islamfeindlichkeit ein Stück weit bedingen.


Jugendarbeit in den muslimischen Verbänden ist demzufolge besonders angesprochen, als authentische Akteur/-innen präventive Arbeit zu leisten. Wir wollen deshalb im Rahmen der Workshops mit Schreibwerkstatt Jugendliche über die extremistische und islamfeindliche Stimmungsmache/Propaganda aufklären und ihnen eine Stimme gegen diese geben. Zudem möchten wir gleichzeitig Multiplikator/-innen dabei unterstützen, professionelle und präventive Jugendarbeit durch unterschiedliche Ansätze in ihren Gemeinden voranzubringen.

 

Wie?

Wir bieten zwei Bildungsmaßnahmen über zwei Jahre hinweg an, die den Jugendlichen den Zugang zur Expert/-innenwissen ermöglichen sollen und somit dazu befähigt werden, aktiv am gesellschaftlichen Diskurs teilhaben zu können.

Zum einen gibt es zu verschiedenen aktuellen Themen Workshops mit Schreibwerkstatt, in denen die Teilnehmer/-innen von uns und anderen FachReferent/-innenen geschult werden, ihre Gedanken und Positionen zu formulieren, präsentieren und zu veröffentlichen. Sie sollen insbesondere befähigt werden, sich mit Neo-Salafismus und Islamfeindlichkeit auseinander zu setzen, das Thema in der muslimischen Community zu thematisieren und vor allem Gegen-Rede publik zu machen.

 

Zum anderen sollen Expert/-innen eine weitere Gruppe zu Multiplikator/-innen ausgebilden. Sie sollen ermutigt werden, die erworbenen Fachkompetenzen, in die Jugendarbeit bzw. Projektarbeit einfließen zu lassen und somit das Projekt proaktiv zu unterstützen.


Beide Handlungsfelder sind so konzipiert, dass die qualitative Fortbildung der Teilnehmer/-innen und nachhaltige Wirkung des Projektes im Vordergrund stehen. Indem der Inhalt mit dem organisatorischen Know-How verbunden wird, können beide Gruppen das Projekt nachhaltig und praktisch mitentwickeln. Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt sollen sowohl auf landes- als auch auf EU-Ebene diskutiert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

  

Wer?

Das Projekt richtet sich an vor allem muslimische Jugendliche, junge Heranwachsende und Multiplikator/-innen der Moscheegemeinden. Nicht-Muslime sind natürlich ebenfalls willkommen, um den interkulturellen und interreligiösen Dialog innerhalb der Gruppe anzuregen.